Kirchenbezirkssynode am 16. November 2018 in Besigheim

Prädikanten werden neu beauftragt

Prädikanten werden neu beauftragt

Evangelische Kirchen stellen sich für die Zukunft auf


Besigheim – Die evangelischen Kirchen im Bezirk Besigheim stärken ihr Profil im Bereich der Jugend, Senioren- und Gemeindearbeit über ein neues Diakonenkonzept. Bei der Bezirkssynode am vergangenen Freitag, 16. November wurde ein Diakonatsplan 2024 beschlossen. Danach werden vier volle Diakonatsstellen als Grundversorgung auf Bezirksebene fortgeführt und dauerhaft eingerichtet. Neu ist, dass weitere Diakonenstellen, die über Fördervereine und Kirchengemeinden finanziert werden, beim Kirchenbezirk fest und unbefristet angestellt werden können. Zur Vernetzung der Diakonats-Arbeit im Bezirk wird eine zusätzliche Diakonatsstelle bei der Landeskirche beantragt.

Die Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Besigheim begann mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche. Darin wurden der Leiter der Diakonischen Bezirksstelle, Georg Voigtländer, und Carsten Buhr, Prediger der Süddeutschen Gemeinschaft Bietigheim, in ihre Ämter eingeführt. Außerdem wurden drei Prädikant/innen wiederbeauftragt, Gottesdienste im Kirchenbezirk zu halten.

Nach dem Gottesdienst begrüßte der Besigheimer Bürgermeister Steffen Bühler die Synodalen und betonte die vielen Themenbereiche, die Kirche und Kommune in ähnlicher Weise beschäftigen und dankte für die segensreiche diakonische Arbeit der Kirche.

Anschließend wurde die Sitzung im Paul-Gerhardt-Gemeindehaus mit Berichten eröffnet. Schuldekan Johannes von Bühler, der im Dezember dieses Jahres in den Ruhestand gehen wird, formulierte 6 Thesen zum Abschied. Unter anderem betonte er den Vorrang der Person, im schulischen Bereich die Achtung und Wertschätzung der Kinder und Jugendlichen.

Dekan Eberhard Feucht warb für eine Kirche, die Themen der Zeit aufspüren und gemeinwesenorientierte Kirche sein müsse. Dies führte er an Beispielen wie der Gemeindeentwicklung, Schuldnerberatung, Flüchtlings- und Jugendarbeit aus.

Matthias Böhler berichtete von der Landessynode über Bestrebungen der Landeskirche, die Kindergartenarbeit zu stärken und kirchliche Verwaltung professionell neu zu strukturieren. Christiane Mörk ergänzte um weitere Themen, die in der Landessynode beraten wurden, wie die neue Ordnung für Predigttexte und Wochenlieder im Gottesdienst und die neue Taufordnung, die 2019 in Kraft tritt.

Weiter hat die Bezirkssynode einen ersten Blick auf die Kirchenwahlen am 1. Advent 2019 geworfen und den Vertrauensausschuss gewählt.

Die Tagesordnungspunkte zu den Finanzen des Kirchenbezirks ergaben ein positives Bild. Der Haushalt 2017 schloss mit einem Überschuss von rund 13.200,- Euro ab, der den Rücklagen zugeführt wird. Der „Plan für die kirchliche Arbeit“, der Haushaltsplan 2019 des Kirchenbezirks Besigheim wurde beschlossen. Er ist mit einem Haushaltvolumen von knapp 1,28 Millionen Euro um rund 6% höher als im Vorjahr.

Die Bezirkssynode leitet gemeinsam mit dem Kirchenbezirksausschuss und dem Dekan den evangelischen Kirchenbezirk. Die Mitglieder der Bezirkssynode werden von den Kirchengemeinderäten des jeweiligen Bezirks gewählt. Zu ihr gehören auch die Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchengemeinden.

Zum evangelischen Kirchenbezirk Besigheim zählen 20 Kirchengemeinden und rund 44.000 evangelische Gemeindeglieder.

Pfarrer Stephan Seiler-Thies
Pressepfarrer

Download Abschlussbericht des Schuldekans

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