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Wort an die Kirchengemeinden im Kirchenbezirk Besigheim

Liebe Christinnen und Christen, liebe Mitmenschen,

wir erleben gerade eine Zeit größter Verunsicherung. Täglich, fast stündlich müssen wir uns auf neue Situationen einstellen, die uns einschränken und auch ängstigen.
Ausgesetzte Gottesdienste, Taufen und Trauungen, die verschoben werden müssen, und Trauerfeiern unter besonderen Bedingungen

Als Kirche treffen uns diese Vorgaben besonders hart, weil wir den Menschen, gerade in diesen extremen Belastungssituationen, die Gemeinschaft in der gewohnten Form nicht geben können. Wir kennen alle das Bedürfnis, bei schlimmen Ereignissen sich in der Kirche zu versammeln zum gemeinsamen Gebet oder um gemeinsam zu schweigen. Nun müssen wir andere Formen finden, andere Ausdrucksformen des Glaubens und der Fürsorge für andere und für uns selbst.

Was können wir als Christen dennoch tun, wo doch Abstand halten das Gebot der Stunde ist?
Zu allen Zeiten wusste sich die weltweite Christenheit verbunden im Vertrauen auf Christus, im Gebet und der tätigen Nächstenliebe. Getragen von dieser Hoffnung ist auch jetzt zum Schutz der Schwächsten, aus Liebe zum Nächsten und zu sich selbst verantwortliches Verhalten grundlegend. An vielen Stellen im Kirchenbezirk werden Hilfen für Menschen in Not organisiert. In unseren Gemeinden sind viele haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende dabei, ein Netzwerk aufzubauen mit dem Ziel, dass gerade in der Not keiner alleingelassen wird.

Wir alle können aufmerksam sein, wahrnehmen, umsichtig handeln. Gibt es z.B. Menschen im persönlichen Umfeld, die nicht selbstständig einkaufen können? Vielleicht erinnert man sich an alte oder einsame Menschen, die sich über einen Anruf oder Brief freuen würden. Seien wir in Partnerschaft und Familie einander Seelsorgende - hören einander aufmerksam zu und nehmen uns Zeit für unsere Kinder und deren Fragen und Sorgen.
Für die Verkündigung des Evangeliums wird das Internet stärker genutzt. Wir entdecken in der Krise neue Möglichkeiten und Ressourcen. In kürzester Zeit haben unsere Landeskirche und unser Kirchenbezirk digitale Angebote auf ihrer Website bereitgestellt.

Ausdrücklich danken möchte ich allen, die in diesen Tagen unserer Gesellschaft und Kirche helfen, durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr besonnenes Handeln die Krise zu meistern.
In den Krankenhäusern, an Krankenbetten, in der Pflege und vielen anderen Berufen

Besonders aber denke ich in diesen Tagen und Wochen an alle Kranken, Leidenden und Sterbenden.
Besonders denke ich an all die Menschen, die aufgrund der Krise in existentielle Notlagen geraten sind.

Worte aus dem Timotheusbrief mögen Sie alle begleiten:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Bleiben Sie behütet und beschützt!

Ihr Dekan Eberhard Feucht

Besigheim, 20.3.2020

 

Oliver Hoesch                                                 
Sprecher der Landeskirche:

Obwohl die Corona-Epidemie persönliche Begegnungen derzeit nahezu unmöglich macht, möchte die Landeskirche weiterhin für die Menschen da sein. Auf Ihrer Homepage (www.elk-wue.de) bietet sie drei Seiten für die Krisenzeit: Auf einer gibt sie Tipps und Hinweise zum Umgang mit dem Virus, auf einer zweiten bietet sie Geistliches für die Zeit ohne Gottesdienste an und auf einer dritten sammelt sie Ideen für ein Gemeindeleben während der Krise – ob per Brief, Telefon, Fernsehen oder Internet.



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