Evangelischer Kirchenbezirk Besigheim

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Pressemeldung zu Ostergottesdiensten

Dekan Feucht: „Osterbotschaft als Vergewisserung der Hoffnung“

Betreff: Gottesdienste in der Karwoche und am Osterfest

Dekan Feucht: „Osterbotschaft als Vergewisserung der Hoffnung“  


Das Krisenteam des evang. Kirchenbezirks Besigheim* hat sich über die Empfehlung der Einschränkung von Gottesdiensten vor Ort in der Karwoche und im Osterfestkreis verständigt. Die Debatte wurde im Zusammenhang der Diskussion über die sogenannte „Osterruhe“ aufgeworfen.

Alle Verantwortlichen in der evang. Kirche nehmen dieses Signal und die steigenden Fallzahlen sehr ernst.

Karfreitag und Ostern fallen nicht aus. „Wir haben vielfältige Mittel und Wege, dass die Botschaft die Menschen erreicht. Mehr denn je brauchen wir Trost und Vergewisserung in der Krise“, sagt Dekan Eberhard Feucht „Die Botschaft vom Kreuzestod und der Auferstehung Jesu Christi wird in den Gemeinden vielfältig kommuniziert.“ Ergänzend dazu Schuldekan Dr. Löw: „Gottes Solidarität am Kreuz und seine Absage an die Letztgültigkeit des Todes wollen gefeiert und verkündigt werden.“

Dem Krisenteam ist wichtig, dass die Diskussion um Solidarität nicht einseitig geführt wird.

Einerseits hat der Gottesdienst eine seelsorgerliche Dimension. Als Kirche sind wir an unsere Gläubigen verwiesen und haben einen öffentlichen Auftrag zur Verkündigung. Dazu gehört auch die Versammlung der Gläubigen vor Ort, das erklingen von Musik und der Rhythmus von Sonntag und Werktag.

„Ich habe Gottesdienste erlebt, deren Besuch zur Hälfte aus Konfirmanden bestand. Die 7. und 8. Klassen haben nur Fernlernen. Der Gottesdienst wird für sie zur Möglichkeit, sich wenigstens für eine starke halbe Stunde zu sehen und gemeinsam an einem Ort Anteil aneinander zu nehmen und Gemeinschaft zu erleben“, beobachtet Pfarrer Maximilian Schiek.

Andererseits sind wir als Kirche ein Teil der Gesellschaft und wissen um die prekäre und existenzielle Lage der Menschen, die unter den Einschränkungen und dem Virus körperlich und seelisch leiden.

„Unsere hohen Hygienestandards gelten weiterhin. Sie haben sich auch in der Weihnachtszeit bewährt“, erläutert Dekan Feucht.

„Unserer Erfahrungen zeigen, dass die Menschen selbständig entscheiden, ob sie zu einem Gottesdienst vor Ort kommen möchten, oder eines der zahlreichen anderen Angebote annehmen wollen“, ist Pfarrer Bareis aus Lauffen überzeugt.

Pfarrer Ritter (Bietigheim): „An Weihnachten hat sich gezeigt, dass wir zu keiner Zeit an die Auslastung der Kapazitäten gekommen sind. Die Gottesdienste waren absolut verantwortbar und sie haben zur Vergewisserung und Stärkung der Gläubigen beigetragen.“

Im Moment sind die Entscheidungen im Schwange. Die Gemeinden werden gemäß ihrer örtlichen Erfahrung selbst entscheiden, was sie für verantwortbar halten und was nicht. Sie bilden selbständige Körperschaften öffentlichen Rechts. Außerdem gibt es einen Stufenplan der Landeskirche nach 7-Tage-Inzidenz des Landkreises. Dieser ist für alle Gemeinden verpflichtend.

„Bitte schauen sie auf der Homepage ihrer Kirchengemeinde, der örtlichen Presse, Newsletter oder unter kirchenbezirk-besigheim.de und in den Schaukästen, was wie wo stattfindet“, bittet der Pressesprecher des Kirchenbezirks Schiek.

Viele Gemeinden bieten sowohl mediale und örtliche Gottesdienste sowie eine Liturgie für Zuhause „OSTERN - das Wunder der Auferweckung zu Hause feiern“ an.

„Die Pfarrerinnen und Pfarrer und die Gremien im Kirchenbezirk Besigheim sind seit einem Jahr mit dem Thema Corona befasst und haben stets sensible und verantwortliche Entscheidungen zum Wohl von Kirche und Gesellschaft und zur Ehre Gottes getroffen. Darauf kann ich mich verlassen und die Gesellschaft kann es auch“, betont Dekan Feucht.

Info-Box Krisenteam:
* Das Krisenteam des Kirchenbezirks Besigheim besteht seit einem Jahr. Es übernimmt Verantwortung in Zeiten der Krise und verständigt sich über ein gemeinsames Vorgehen und ist ein wichtiges Austauschorgan. Es besteht aus Dekan Eberhard Feucht, Schuldekan Dr. Andreas Löw (Ludwigsburg-Besigheim) und den Dekanstellvertretern Gunter Bareis (Lauffen) und Bernhard Ritter (Bietigheim) sowie dem Pressesprecher des Bezirks Pfr. M.-Fr. Schiek (PDA in Besigheim). Der Kirchenbezirk ist in drei Regionen eingeteilt, aus jeder Region ist somit mindestens eine Pfarrperson vertreten.

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